Ein Abstandskonflikt, die Reaktion der Community, Reviewer-Willkür und meine Motivation

Ich bin erschrocken. Erschrocken über die Reaktion von Geocachern aufgrund einer meiner Aktivitäten. Ich habe einen Geocache zur Klärung deaktiviert – nicht archiviert. Und schon wird das böse W-Wort gezogen. Wo soll das hinführen?

Was war geschehen?
Ein Owner eines „Unknown Caches“ (= Mystery) schrieb mich an und fragte wie es sein kann, dass ein anderer Cache (Tradi) in der Nähe (weniger als 0,1 Meile) veröffentlicht wurde.

Ich schaute mir die Situation an und siehe da: es gibt eine Erklärung. Der Mystery enthielt keine Final-Koordinaten! Beim Veröffentlichen waren diese jedoch eingetragen. Aber der Owner versichert, die Koordinaten nicht gelöscht zu haben.

Um die Situation mit dem Owner klären zu können, wurde der Cache von mir deaktiviert – reine Routine. Was folgt, war aber keine Routine.

Es erfolgte nämlich eine Reaktion, mit der ich nicht gerechnet habe. Zwei Notes von unbeteiligten Geocachern fanden sich im Listing, die eine Erklärung von mir einforderten, warum ich den Cache deaktiviert habe.

Meine Verwunderung über diese Reaktion teilte ich via Twitter und Facebook mit. Und siehe da, es folgten Reaktionen, die mich noch mehr verwunderten. Auch von „Willkür“ war wieder die Rede und von einer missverständlichen Reviewer Note. (Vorschläge für eine neue Formulierung nehme ich gerne an – ich bin damit auch nicht glücklich. ;-))

Mittlerweile habe ich auch E-Mails im Postfach, die mich zur Stellungnahme auffordern. Wohl gemerkt von Unbeteiligten! Aus vielen Rückmeldungen lese ich dazu noch einen frechen Unterton heraus.

Moment mal. Was läuft hier verkehrt? Der Owner ist für seinen Cache verantwortlich! Und deswegen kläre ich die Angelegenheit mit ihm und nicht mit der Community!

Denn eines ist klar: als Reviewer bin ich nun in einer ganz blöden Situation. Wir müssen das Problem mit dem Abstandskonflikt lösen. Und nun bin ich ja auch selber langjähriger Geocacher und Owner und weiß, was die Konsequenz bedeuten kann. Das ist ärgerlich, ohne Frage. Mindestens einer der Beteiligten wird mit einer Entscheidung nicht einverstanden sein.

Ich sehe drei Möglichkeiten:

1. Der Owner des Unknown Caches muss seinen Final regelwerkskonform verlegen, da das Cachelisting nach der Veröffentlichung verändert wurde. Durch die fehlenden Final-Wegpunkte fiel der Konflikt nicht auf und der Tradi wurde veröffentlicht. (Meine Anmerkung: Der Owner versichert, die Koordinaten nicht gelöscht zu haben. Löschen können die Wegpunktdaten nur der Owner und die Reviewer. Reviewer löschen oder verändern aber grundsätzlich keine Inhalte im Cachelisting (ohne Rücksprache mit dem Owner).)

2. Der Owner des Tradi muss seinen Cache regelwerkskonform verlegen oder archivieren. Sein Cache wäre ja eigentlich nicht veröffentlicht worden. (Meine Anmerkung: den Owner dürfte man dafür eigentlich nicht verantwortlich machen, zumal auch Mißbrauch Tor und Tür geöffnet würde.)

3. Es ist ein typischer Fall für eine Ausnahme. Beide Caches bleiben, wo sie sind. (Meine Anmerkung: was uns Reviewer wiederum für ähnlich gelagerte Fälle oder sogar grundsätzlich angreifbar macht. Ach ja, auch Willkür könnte man uns auch wiederum vorwerfen!)

Zum Thema „Willkür“: in meinem Zuständigkeitsbereich liegen mehrere 10.000 Caches. Ich habe weder die Zeit noch die Lust, mir willkürlich Caches heraus zu picken, zu deaktivieren und den Owner zu ärgern.

Im Gegenteil: der Tag ist für mich jetzt schon zu kurz. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden, von dem ich etwa ein Drittel schlafe, etwa ein Drittel meinem Broterwerb nachgehe und das letzte Drittel geht mit Wegezeit, Nahrungsaufnahme, Toilettengängen, ein wenig Reviewerarbeit und viel zu wenig Familienzeit drauf.

Mein Ziel ist es doch, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten eine pragmatische und vernünftige Lösung finden. Ob das gelingt?

Was bleibt ist der fade Beigeschmack, dass man nun offenbar nicht mehr nur mit dem „normalen Revieweralltag“ konfrontiert wird, sondern nun auch die Anfragen der Community beantworten muss, warum man einen Cache veröffentlicht, deaktiviert, archiviert hat oder eben auch nicht.

Offenbar bin ich im Moment ein wenig dünnhäutig, denn ich stelle fest, dass mir im Moment Energie fehlt, um ruhig und gelassen zu bleiben. Also muss ich mich zurückhalten und mehr Zeit für mich nutzen. Mein Posteingang ist zwar voll und die Warteschlange ist es auch. Aber wir (Ihr und ich) haben nichts davon, wenn ich missgelaunt für Euch arbeite.

Glaubt mir: am liebsten drücke ich den grünen Knopf und freue mich, wenn es bei Euch im Posteingang klingelt. Aber selbst dafür fehlt mir die Motivation, wenn man sich über solche Fälle ärgern muss. Und so nutze ich diesen Artikel, um mir den Frust von der Seele zu schreiben.

Im ZDF gab es bis zum Jahre 2000 eine Gerichtssendung mit dem Titel „Wie würden Sie entscheiden?„. In der Sendung wurde echte Gerichtsverfahren im Studio vor Publikum neu verhandelt und das Publikum konnte über das Urteil entscheiden.

Und so mache ich es mir einmal ganz einfach und frage im Sinne der ZDF-Gerichtssendung:

Wie würdet Ihr entscheiden?
(Allerdings ohne Garantie, dass ich genauso verfahre. ;-))

78 Gedanken zu „Ein Abstandskonflikt, die Reaktion der Community, Reviewer-Willkür und meine Motivation

  1. Der Owner, der sein Listing und die Kords nachträglich ändert, macht das mit der Maßgabe, wenn er erwischt wird, das der Cache archiviert wird! Warum soll es ihm anders gehen als mir, sollte ich es auch so machen!?
    Ergo, der Tradi bleibt und gut ist!
    Und was die Nörgler betrifft, schreib hier doch mal die Namen rein, ich würde auch mal gern rumnörgeln! 😉

  2. Ich hatte deinen Tweet gesehen und mir auch den Cache und die Note angeschaut. Eigentlich wollte ich dir dazu was twittern, dann kam was dazwischen und es war aus dem Sinn.

    Ich sehe das „Problem“ (wenn es eines gibt) in der Formulierung der Note. Ich denke, wenn dort stehen würde „… es gibt ein Problem und es wird versucht dieses DIREKT mit dem Owner zu klären …“ könnte ich mir vorstellen, das einige Missverständnisse ausbleiben würden. Die Hoffnung stirb ja zuletzt.

    Viele Grüße

    C.

  3. Ich würde zunächst versuchen herauszufindenl, wer die Final-Koordinate gelöscht hat.
    Wenn es der Owner war: ermahnen, Cache ins Archiv schicken und die Dosen des Owners ab sofort ganz besonders gründlich prüfen.

    Wenn es ein Datenbankfehler war: der Fehler liegt bei Groundspeak, beide User haben sich richtig verhalten und sollen nicht unter technischen Problemen leiden: beide Caches freigeben und den Ownern empfehlen, ihre Dosen umzulegen, wenn sie ein Problem mit dem zu kleinen Abstand haben.

    Auf keinen Fall Möglichkeit 2 denn der Owner des Traditionals konnte nichts vom Abstandskonflikt wissen.

  4. Ich denke Lösung #3 wäre der schönste Weg, alle wären zufrieden und dass es keine Präzedenzfälle gibt, sollten mittlerweile alle mitbekommen haben.

    Ich wünsche dir, dass du bald zu deiner alten Ruhe und Gelassenheit zurück findest!

    Gruß Stramon

  5. …und noch ein Grund, warum ich vor dem freiwillige „Amt“ des Reviewers den Hut
    ziehe und mir immer wieder sage: …auch wenn sie* Dich irgendwann mal fragen sollten, ein „Ja, aber gerne doch…“ bekommen sie nicht von mir zu hören.

    Reviewer zu sein, hat ein wenig was von Politesse in der Innenstadt; wenn man
    selber mal Eingeparkt ist, kommen sie wie gerufen; wenn man beim Falschparken
    erwischt wird, ist es gleich „Abzocke“ oder das böse „W-Wort.“
    Leider sitzt ihr Reviewer IMMER zwischen zwei Stühlen -einer der beiden Owner
    wird halt der Doofe sein und zurückstecken müssen, ich möchte Dir die
    Entscheidung nicht Abnehmen, wünsche Dir aber ein glückliches Händchen und
    ein dickes Fell für die mit Sicherheit folgenden Reaktionen. Welche Ausmaße diese
    Reaktionen der Community annehmen können, zeigte unlängst das Beispiel eines
    Kollegen aus NRW.

    * =die da in Seattle

  6. Ich hatte zwar in den letzten Tagen für mich genommen an eine Art Willkür gedacht weil ich seit ca. 10 Tagen auf einen Publish warte wo andere Caches gestern eingereicht wurden und heute gepublished wurden, aber Hey, das ist eben so und gut Ding will Weile haben. Umso mehr freue ich mich dann halt wenn der Cache ohne Fehler durchgewunken wird 😉

    Lass Dich nicht unterkriegen, iss ne Ladung Schoki und dann KCCO

    Grüße aus der Lüneburger Heide

  7. Die Logik lässt dir keine Wahl. Der mystery muss umziehen, da offenbar die Koordinatenin seinem Cache-Listing fehlen – wie auch immer das erklären ist. Aber da es mich nicht betrifft, kann und sollte es mir egal sein, was du entscheidest 🙂

  8. Huhu,
    auch ich bin der Meinung, dass der Mysterie verlegt oder entfernt werden müsste. Sowohl der Tradi-Owner als auch der Mann im Ausguck (da sitzt du doch sicher beim publishen) haben keine Schuld an dem Konflikt. Und die Note-Schreiber können dem Owner das Mysts ja gern beim Finden einer neuen Location helfen… wenn sie sooooo interessiert an der Dose sind!

  9. Der Mystery-Owner sollte IMHO seinen Final verlegen – schließlich sind die fehlenden Finalkoords der Grund für die vertrackte Situation. Wieso die fehlen bzw. verschwunden sind spielt doch keine Rolle. Regelmäßige Cachepflege heißt eben auch mal das Listing auf Zack zu halten.
    Und was die Nörgler, Besserwisser und Petiteure angeht – laßt sie doch heulen…

  10. Immer schön geschmeidig bleiben! 🙂

    Sollte der Reviewer, der den Ratehaken veröffentlicht hat, nicht tief und fest geschlafen haben, solten die Finalkoordinaten seinerzeit da gewesen sein.
    Gehen wir also mal davon aus, dass die Finalkoors des Ratehakens nicht von alleine verschwunden sind, sofern sie jemals da waren. Da der Owner sie angeblich nicht gelöscht hat, nun, naja, (hüstel) – wird es wohl der Owner gewesen sein, der sie gelöscht hat.
    In dem Fall wäre der Cache ein Fall fürs Nirvana.

    Gut Holz, radikale Lösungen sind die griffigen Lösungen und an Shitstorms gewöhnt man sich!

    Grüße vom Argus!

  11. Auch ich hatte Deinen Tweet und die Note gelesen. Wo ich jetzt Deinen Text lese kommt mir eine Idee, von der ich keine Ahnung habe, ob sie umgesetzt werden kann:

    Warum müssen die Caches denn überhaupt für die Klärung des Konfliktes disabled werden? Grundsätzlich sind doch beide findbar und bis man Dich informiert hat haben beide nebeneinander existiert.

    Dass das kein Dauerzustand so sein kann, ist klar.

    Aber ist es nicht möglich, zunächst im Hintergrund eine Lösung mit den Ownern zu finden und anschließend das Ergebnis mittels Anpassen der Koordinaten, alles so lassen, wie es ist (AUSNAHME), oder was auch immer in die Tat umzusetzen? Wenn einer der Owner nicht reagiert oder sich sonst irgendwie querstellt, kann man den Cache ja immer noch disablen, als Druckmittel sozusagen. (Ich weiß nicht, vielleicht passiert das ja sowieso schon so und wir haben alle bloß die Eskalation des Ganzen mitbekommen…)

    Insgesamt würde – vorrausgesetzt alle Beteiligten (Owner und Reviewer) spielen mit – das Ganze deutlich leiser ablaufen, man würde erst das Ergebnis (und nicht die Diskussion vorher) mitbekommen und im Idealfall hat niemand mehr einen Grund sich aufzuregen…

    Nun kenne ich die Guidelines gerade gut genug, um unfallfrei einen regelkonformen Cache zu verstecken und online zu stellen und habe keine Ahnung, ob und in wie weit es da Verhaltensregeln o.ä. für Euch Reviewer gibt, an die Du Dich halten musst. Aber diese Gedanken wollte ich hier einmal loswerden. Vielleicht hilft es ja jemandem…

    Danke für Deine Beiträge hier, die ich immer wieder gern und mit Interesse lese.

    Gruß,

    FHMMS

    • Ahoi!

      Meine Erfahrung zeigt mir, dass auf Reviewer E-Mails oft nicht geantwortet wird. Sobald der Cache aber deaktiviert wird, dauert es oft nur wenige Minuten und es liegt eine Reaktion des Owners vor.

      Die Deaktivierung ist keine (Vor)Verurteilung des Caches oder des Owners. Es bedeutet nur „kurze Pause, hier muss etwas geklärt werden. Bitte melde Dich!“

  12. Ich glaube ich weiss um welchen Cache es sich handelt und habe auch die schon gelöschten Notes dazu gelesen.

    Die Notes von Dritten sollte man in diesem Fall überlesen, da diese, ohne das nötige Hintergrundwissen, wenig konstuktiv sind und nicht zur Lösung beitragen.

    Meine Entscheidung/Kriterien in diesem Fall:
    Sofern der Owner des Mysterys keinen offensichtlichen Grund (verbotenes Gebiet, LPC etc.) zur Löschung der Final-Koodinate hatte, sollte ihm Glauben geschenkt werden.

    Dem Tradi-Owner kann man nichts vorwerfen, denn letztendlich hat er ja alles richtig gemacht.
    Ein salomonisches, aber einzigartiges „Urteil“ wäre hier der wohl der richtige Weg:
    Der Mystery-Owner pflegt die Final-Koords nach und der Tradi darf auch bleiben, sofern gesichert ist, dass die Caches nicht verwechselbar sind.
    Sofern es doch zu einer Verwechslung kommen könnte, sollte der Mystery archiviert werden. Schließlich fehlen hier, aus welchem Grund auch immer, die Final-Koordinaten.
    Begründung: Der Owner ist für seinen Cache UND das Listing verantwortlich.
    Hier hätte er schon länger die fehlenden Koordinaten bemerken und nachpflegen können/müssen.

    So lieber Störtbreker, nun musst Du entscheiden.
    Wer soll heute Dein Herzblatt sein?
    Ist es Kandidat Eins, dem auf ungewöhnliche Weise Final-Koodinaten aus dem Listing verschwinden.
    Oder soll es Kandidat Zwei sein, der hier auch gerne seine Dose legen möchte und eigentlich alles richtig gemacht hat.
    Oder möchtest Du beide Kandidaten?

    LG

    It´s just a game…

  13. Der Owner vom Mystery muss die Finalkoords ändern und sein Cache ins Archiv wandern lassen! Die Reviewer machen schon einen guten Job nur die Meckerer werden immer mehr! Ob’s daran liegt das Sie keine Dosen finden? 😉

  14. Zur Vorgeschichte bzw. zur Vermeidung des shitstorms spricht mir FHMMS aus der Seele.
    Aber das war ja eigentlich nicht Deine Frage. Tja, und bei der Antwort stehe ich wohl ziemlich allein da! Der Tradi-Owner sollte seine Dose verlegen, weil der Myst-Owner die älteren Rechte hat. Ihm Schuld zu geben, ohne zu wissen, warum die Koordinaten verschwunden sind, ist eine Unterstellung. Wären die Koords da gewesen, wäre der Tradi nicht veröffentlicht worden.
    Blöde Situation und schwere Entscheidung. Ich möchte nicht tauschen.
    Nimm Schoki und schlaf drüber.
    Mario aka Bobo3

  15. Der Mystery-Owner soll seine Koordinaten eintragen und dann Variante 3.

    Und da ich ein Freund von technischen Lösungen bin, würde ich gleich noch einen Bugreport Richtung Groundspeak absetzen: bei einem Mystery und Multi sollte es nicht möglich sein den Finalwegpunkt zu löschen oder gar einen Mystery oder Multi ohne Finalwegpunkt anzulegen.

  16. Das Verhalten vom Owner ist echt mal indiskutabel!

    Aber als Kritiker der Disable Note möchte ich gerne einen Verbesserungsvorschlag wagen:

    Ahoi!

    Anscheinend ist etwas mit deinem Cache nicht in Ordnung. Das kann ein Problem im Listing, fehlende Waypoints oder ein Abstandskonflikt sein. Bis zur endgültigen Klärung setze ich ihn auf „Temporarily not available“.

    Viele Grüße aus dem Land zwischen den Meeren,

    Das wäre vielleicht eine Möglichkeit…Ansonsten lass dich nicht anpi**en 😉

    So long
    Alex Fiege ~ GrafEssinghausen

  17. Auf alle Fälle gelassen bleiben, so wie man es doch eigentlich von Dir kennt. Auch wenn die Halsschlagader pulsiert… nordisch kühlen Kopf bewahren. Ich bewundere die Reviewerarbeit, die von Dir und anderen geleistet wird und egal welche Entscheidung Du triffst, sie kann nur richtig sein. Warum? Weil sie auch dann richtig ist, wenn sie eigentlich falsch wäre. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch mal Fehlentscheidungen getroffen werden und auch Du bist nur ein Mensch. Wenn Du also Deine Entscheidung triffst, dann ist sie automatisch die richtige Entscheidung, weil Du sorgfältig geprüft und gegeneinander abgewogen hast. Shit happens… und auch Reviewer sind nicht Gottesgleich. Also was soll’s? Mehr als die alle Mühe geben kannst Du nicht und das kann man auch nicht erwarten.
    Letztlich ist alles ein Spiel mit Schiedsrichtern. Und dderen Entscheidungen sind zu akzeptieren, auch wenn sie mal unangenehm sind und für manche nicht nachvollziehbar und ungerecht erscheinen. Aber wer fair-play betreiben will, der muss sich solchen Entscheidungen eben auch mal beugen. Das Leben geht weiter, oder?
    It´s just a game.

  18. Für mich ein klarer Fall der Mystery muss korrigiert werden… den dort liegt die Ursache der ganzen Situation…!! Und wie es so oft ist… der Owner beteuert da nix gemacht zu haben und am Ende wird er es wohl doch irgendwie irgendwann gemacht haben !!?? Alles andere wäre eine Verschwörungstherorie, die kaum haltbar wäre…!! Oder stecken vielleciht doch ale Reviwer unter einer Decke und wollen uns nur ärgern.. 8P

  19. Ist schon ne blöde Situation…
    Aber eine Frage hier mal in den Raum, besonders an die, die sagen „Der Owner vom ? hätte die Koordinaten kontrollieren müssen…“
    Wie oft schaut Ihr in die Wegpunkt-Listen von Euren Caches?
    Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte, daß das die Wenigsten tun.
    Wenn ich den Review-Prozess richtig verstehe, dann ist bei einem ? eine Final-Koordinate zwingend erforderlich.
    Also wird sie da gewesen sein, denn sonst wäre der Cache nicht freigeschaltet worden.
    Wenn sie nun fehlt gibt es 3 Möglichkeiten.
    1.) der Owner hat sie gelöscht… Owner sagt „hab ich nicht!“ und normalerweise ist es so, daß man bis zum Beweis der Schuld als unschuldig gilt.
    2.) ein Reviewer hat sie gelöscht… Reviewer sagt „machen wir nicht!“ – siehe auch hier das Unschuldsprinzip.
    3.) sie sind irgendwie verschwunden… weiß man denn, ob es bei einem der vielen Updates von GS nicht ein Problem gegeben hat?

    Daher kann es eigentlich nur eine Lösung des Problems geben…

    Kurze Frage noch am Rande… hat der entsprechende Owner vielleicht noch andere ? liegen? Wie sieht es da mit den Finalkoordinaten aus? Sind alle vorhanden, würde ich dazu tendieren, Version 1 zu glauben. Fehlen hier und da – oder überall – welche, dann würde ich eher glauben, daß der Owner hier beschissen hat.

    In diesem Sinne… Viel Glück für die richtige Entscheidung.
    (Das ist so ein Ding mit drei Haufen Hundescheiße – und man kann sich nur aussuchen, in welchen man tritt… daß man tritt, ist klar 😉 )

  20. Willkommen in der modernen Welt: Immer und überall mischen sich Leute ein und meckern über Dinge mit denen sie überhaupt nix zu tun haben – kenne ich auch – ist leider so – hilft nur ignorieren.

    Also ich glaube hier an kein schuldhaftes Verhalten, hier ist einfach jemandem ein versehentlicher Fehler unterlaufen und es ist nicht bemerkt worden. Wer war´s? Owner? Rewiever? Datenbank? Ich weiß es nicht.
    Wenn ich hier in den Antworten lese: „Da der Owner sie angeblich nicht gelöscht hat, nun, naja, (hüstel) ……… “ Also das finde ich weder fair noch logisch. Wenn jemand das Finale seien Caches verlegt oder die Koordinaten ändert oder löscht oder sonstwie sein Listing wissentlich gegen die Regeln manipuliert, würde er sich dann selbst beim Rewiever „anschwärzen“ in dem er auf einen zu geringen Abstand mit einem neuen Cache hinweist? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Meine Lösung des Problems: Beide Owner treffen sich vor Ort, suchen gemeinsam nach zwei schönen Verstecken die mehr als 161 Meter auseinander liegen, verstecken ihre Dosen neu und gehen danach ein bis drei Bier trinken und plaudern über schöne Cachererlebnisse.
    Und alle die grundlos gemeckert haben entschuldigen sich höflichst beim Rewiever.
    miau

  21. Ganz offen auf den Owner des Tradis zugehen und IHN BITTEN seinen Cache zu verlegen.

    Geht er nicht drauf ein würde ich auf die Ausnahmeregelung zugreifen um weitere Konflikte zuvermeiden.

  22. Klasse, daß Du dich hier so äußerst. Ich hätte in diesem Fall dazu glaube ich nicht die Lust. Ich hätte einfach als RewieverNote in zwei knappen Sätzen geschrieben das jene Aktion notwendig sei und unbeteiligte sich bitte raushalten mögen. So kann schnell mit dem Owner eine Lösung gefunden werden und dann geht es hier auch weiter- Punkt.

    Und manchmal darf man einige Sachen nicht auf facebook posten…

  23. Die Kommentare zeigen das ganze Problem. Es gibt für jeden mögliche Lösung eine Stimme. Auch wenn ich die Lösung von Radioscout preferieren würde, so birgt sie doch das Problem einer Abweichung von der Regel, und in der aktuellen, doch leicht aufgeheizten Situation, birgt jede Lösung neues Konfliktpotential.
    Ich würde das einfach an Seattle weitergeben. Keine andere Stelle hat doch die Möglichkeit den Datenverlust zu klären(wenn man sich den die Arbeit machen will).

    Vielen Dank für diesen Einblick in das Reviewerleben und Danke für Deine Arbeit.

    Schönen Gruß

    Henny-R

    • Ahoi!

      Genau das ist ja auch unter anderem Ziel meines Beitrags. Es soll zeigen, dass wir Reviewer eine große Bandbreite von möglichen Entscheidungen treffen können. Aber keine von denen ist die richtige Entscheidung.

      „Willkür“ zu rufen ist einfach – aber eine Entscheidung zu treffen, mit der alle einverstanden sind, eben nicht.

  24. Es gilt nicht eine Entscheidung zu treffen, mit der jeder einverstanden ist. Das brauchst Du gar nicht erst versuchen, denn es wird Dir kaum gelingen. Es ehrt Dich zwar Dein Versuch es trotzdem zu tun, aber bleib mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Wichtig ist, dass Du eine Entscheidung triffst, mit der DU leben kannst und es auch gegenüber anderen vertreten kannst. Wie die dann damit klar kommen… tja, das bleibt jedem selbst überlassen.
    Ich fand den Vergleich mit den drei Hundehaufen gut. Such Dir einen aus 😉

  25. Ist hier sicherlich eine schwere Situation. Ich denke der Fehler war hier einen der Caches als Reviewer zu disablen obwohl es kein unmittelbares echtes Problem gab? – hier kam es nämlich einer Vorverurteilung gleich (Und das obwohl wie du schreibst sogar der Mystery Owner dich um Hilfe gebeten hat). Ob sich die Owner melden oder nicht kannst du nicht wissen. Genauso habe ich es erlebt das Reviewer eine (Autotext)Note mit Androhung schrieben, die Owner antworteten oder Erklärungen schrieben und kurz danach der Cache mit Standardtext (du hast ja nicht reagiert ….) ins Archiv wanderte. Das nicht lesen/reagieren betrifft also beide Seiten – die eine hat nur leider keine „Macht“.

    Einen Datenbank (bzw. System) Fehler liegt hier sogar definitiv vor – denn wenn es ein Cache aus der Zeit ist in der es notwendig war ein Final anzugeben frage ich mich, wie es möglich ist, dass ein solcher Cache keine Final Koordinaten enthält. Dies müsste vom System verhindert werden (also Löschvorgänge durch den Nutzer, maximal durch einen Admin – aber selbst da ist die Frage, ob das System einen solchen Zustand nicht verhindern sollte weil es die Datenbank in einen nicht gewünschten Zustand überführt).

    Von daher wäre ich hier für die Lösung 3 wenn ein ausreichender Abstand (ich sag mal 20 bis 30 Meter und keine Gefahr der Verwechlsung ) vorliegt. Allgemein würde ich mir häufiger Lösung 3 wünschen, wenn es objektiv gute Gründe dafür gibt (damit meine ich das Fördern von Kreativität/Qualität die nicht das Ziel Verfolgen nur die Cachedichte zu erhöhen).

  26. Hallo, liebe HOBBY-Freunde,
    hallo Kai,

    zunächst einige Vorbemerkungen.

    Ich weiß, dass es als Außenstehender immer heikel ist, sich an solchen Diskussionen zu beteiligen.

    Ich schätze die Art und Weise, mit der Kai den ehrenamtlichen Reviewer-Job macht. Er macht so über FB, den Blog und Twitter für uns owner die „Rewiewer-Welt“ ein wenig transparenter. Das finde ich gut.

    Wenn Kai uns bittet, unsere Meinung zu sagen, mache ich dass hiermit, auch wenn ich ggf. dadurch irgendwem immer auf die Füße trete. Aber ich denke, es gibt eine Lösung, die allen Beteiligten helfen könnte, sich wieder schnell mit anderen Dingen zu beschäftigen.

    Weiterhin zeigt der Fall, dass es sehr interessant sein kann, wenn alle Fakten „offen und objektiv auf den Tisch gelegt werden“.

    Ich finde: Owner sind Menschen, Reviewer sind Menschen. Menschen machen Fehler. Das ist so und wird auch immer so sein.

    Der Owner hat die Final-KO vergessen, ein Fehler.
    Der Reviewer hat es übersehen, ein Fehler.

    Wie geht man nun mit diesen Fehlern um?

    Dies ist ein schöner Fall, ich nenne den mal „Reviewer-Zwickmühle“, die aber mit Toleranz, Verständnis für den anderen und Kompromissbereitschaft zu lösen ist.

    Ich gehe bei meinem Vorschlag davon aus, dass die Final-KO schlicht vergessen wurde.

    Hier mein Vorschlag, wenn man davon ausgehen kann, dass wir über einen, für alle Beteiligten ärgerlichen, Einzelfall sprechen:

    1. beide Caches werden von Kai archiviert.
    2. die Final-Koordinate wird vom owner nachgetragen
    3. Kai gibt wieder BEIDE caches frei (mit Abstandsproblem) und dokumentiert diesen Sonderfall, die Historie und die Lösung/Entscheidung des Falls in logs, damit ein Zusammenhang hergestellt werden kann.

    So wäre für alle der Sachverhalt transparent und nachvollziehbar dokumentiert.

    Bei dieser Gelegenheit kann ich nur die Reviewer bitten, dass Ihr GC auffordert, die technische Plattform zu verbessern, um mehr Prüfungsaufgaben technisch zu unterstützen.

    Entweder schon beim Anlegen des owners eines listings oder für Eure Prüfung. Beispiel: Sind Attribute gesetzt, ist die Final-KO vorhanden, Ist die Cache-Größe angegeben…Anscheinend gibt oder gab es in der Vergangenheit zu wenig automatisierte Prüfungen. Aber ich glaube, da ist schon was verbessert worden, was ich kürzlich gesehen habe.

    Leute, es ist immer noch ein Spiel.

    Ach ja, wer hier im Text Rechtschreibfehler findet, darf Sie behalten. 

    Viele Grüße glider74

  27. Bei uns in der Schweiz hatten wir eine ähnliche Situation:

    Mystery war jahrelang da, allerdings mit Koordinaten, welche ca. 5 Meter falsch waren. Tradi kommt, mit korrekten Koordinaten.

    Mystery muss aus irgendwelchen Gründen seine Koordinaten korrigieren, kann aber nicht weil ja der Tradi nix dafür kann, dass er richtig liegt.

    Ergo Mystery wech.

    Lösung c) würde ich auf keinen Fall in Betracht ziehen, weil dann das W Wort erst recht angewandt werden könnte. Falls sich die beiden Owner nicht einigen können, dass einer der beiden seine Büx um ein paar Meter verlegt, dann muss der Mystery Owner wohl oder übel in den sauren Apfel beissen.

    Den Freds zahlreicher Vorvoter dass mit klugen Worten Ärger vermieden wird schliesse ich mich an.

  28. In meinen Augen liegt hier der Fehler/Auslöser beim Mystery-Owner, weshalb er sich auch um eine Lösung (=verlegen) bemühen muss.

    Vielleicht erinnerst du dich noch an einen änlichen Fall, den meine Freundin hatte: Sie hatte mir zu meinem Geburtstag einen Tradi gelegt, alles ausgemessen, versteckt und alles schien eigentlich super, bis es zum Reviewprozess ging: Abstandskonflikt mit einem Mystery in der Nähe. Sie verstand die Welt nicht mehr, sie hatte sowohl auf der Karte, als auch per Navi den Abstand gemessen und dabei jeweils gute 250 Meter gemessen. Mehr als Genug sollte man meinen. Da sie keine Ahnung hatte wie man weiter verfahren sollte wante sie sich -zähneknirschend noch vor meinem Geburtstag – an mich. Ich konnte auch nur bestätigen was sie auch wusste: Hier gibt es keinen Konflikt, wir hatten das Rätsel erst vor einigen Wochen gelöst und gefunden und seit dem hatten sich die Koordinaten nicht geändert. Nach Kontakt mit Stoertebreker wurde dann schnell klar, dass der Owner des Mysterys hier offensichtlich falsche Koordinaten genutzt hatte (um selbst einen Abstandskonflikt zu vermeiden?). Das Ende vom Lied war, dass der Cache vom Reviewer zur Klärung deaktiviert wurde und der Owner ihn binnnen Minuten selbst ins Archiv schob. Getroffene Hunde bellen doch, oder? 🙂

    Naja, nur ein kleiner Exkurs von meiner Seite 😀

  29. Ahoi!

    Umgekehrt wäre es sicherlich einfacher. Also wenn der Tradi vorher schon an seinem Platz gelegen hat und der Mystery Owner das verbaselt hat. Doof für die Reviewer, aber solche einfachen, dummen Fehler können passieren.

    Wie lange liegt der Mystery denn schon aus? Fünf Jahre? Drei? Sechs Monate? Eigentlich wurscht, denn der Owner des Tradi sollte doch in der Gegend die Stationen bzw. Finals der anderen Dosen kennen. Sollte er/sie (wie auch ich) kein cleveres Kerlchen sein und (wie auch ich) zu doof, um Rätsel zu lösen, dann bleibt ja immer noch die Möglichkeit, den Mystery Owner anzuschreiben und sich die Final-Koords so geben zu lassen. Oder liegt das Fragezeichen drei Kilometer weiter?

    Ich kenne ja das Rätsel nicht, aber wenn der Mystery verlegt wird, dann muss ja evtl. auch das Rätsel ganz neu gestaltet werden. Einen Tradi kann man einfach verlegen, sofern er nicht zu einem ganz besonderen Platz führen soll. Das wäre einfacher.

    Grundsätzlich plädiere ich für einen salomonischen weg „unter Einbeziehung beider Owner“! Darin würde ich die Ausnahme sehen, nicht im Ignorieren von Guidelines. Dann hast du (und die KollegInnen) diese Ausnahme-Debatte immer am Arsch kleben…

    Schöner Blogbeitrag. Fruchtbare Diskussion hier.
    Scheiß Job! Danke dass Du ihn machst! Alles Gute!
    Czerkus

    PS: Im Ruhrgebiet gibt es so einen Fall mit zwei Mysterys. Die liegen vielleicht 70 Meter auseinander. Der Owner des älteren Cache hatte das einmal in einer Note festgestellt und gut war`s. Die wenigsten Cacher stolpern (so wie ich) genau aus diesem Grunde versehentlich über die jeweils andere Dose.

  30. Ich bin schockiert! Weniger über den Vorfall, sondern mehr über die Kommentare, die ohne Wenn und Aber einen Rückzug des Mysterys fordern. Sind wir jetzt alle schon so technikgläubig, dass wir einen Fehler der Datenbank schon kategorisch ausschließen können, nur weil das nach der Erfahrung bisher noch nicht vorgekommen ist / sein soll? Betrachten wir den Fall doch mal logisch. Da ist ein Owner, der einen Mystery ganz regelkonform legt und freigeschaltet bekommt. Der wird doch froh darüber sein, dass das alles so geklappt hat. Warum also sollte er den hinterlegten Waypoint löschen? Dass der mal wegen Abstandsproblemen verändert wird, kommt ja öfters mal vor. Aber einen offiziell abgesegneten Wegpunkt zu löschen, dafür gibt es doch nun wirklich keinen Grund, zumal sich der Owner sofort von selber gemeldet hat, um diesen Vorfall aufgeklärt zu bekommen. Ich bin ja eigentlich kein Freund von Verschwörungstheorien, aber es wäre theoretisch auch möglich, dass ein anderer Reviewer diesen Wegpunkt versehentlich aus welchen Gründen auch immer (oder vielleicht sogar absichtlich ;-)) gelöscht hat. Wir haben hier in Deutschland ja das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“. Wenn sich also der Verbleib des Wegpunktes nicht klären lässt, dann hat ganz klar der Tradi zu weichen, bzw. es wird die berühmte Ausnahme gemacht und beide Caches bleiben bestehen. Was aber gar nicht geht, ist, dass hier möglicherweise der Owner eines bestehenden und bisher regelkonformen Caches für einen möglichen Datenbankfehler oder Reviewerschlamperei haftbar gemacht wird. Oder muss ich jetzt täglich alle versteckten Wegpunkte meiner Caches kontrollieren, ob sie noch da sind?

    Im Übrigen: Solch einen Fehler bzw. Unstimmigkeit habe ich selbst schon erlebt. Der Tradi http://coord.info/GCZGFP wurde freigeschaltet, obwohl der Finalpunkt des Mystery http://coord.info/GCKWCW nur 50m entfernt lag. Wie da genau der interne Ablauf gewesen ist, hab ich zwar auch nicht ganz durchschaut, hatte aber vom Owner des Mystery beim Gespräch über den Vorfall versichert bekommen, dass er den Finalpunkt schon lange vorher nachgepflegt hatte. Im Endeffekt musste auch dort der (neue!) Tradi weichen.

    Viele Grüße
    Gerald

    • Gerald,es wäre nicht der erste Owner, der im Nachhinein seine Optionen verändert! Und nur eine absichtliche Manipulation auszuschließen, nur weil der betroffene Owner sich „freiwillig“ gemeldet hat… auch das wäre nicht der Erste der agiert, nach dem Motto „Frechheit siegt“!
      Und Koordinaten löschen sich nicht von allein aus einem bestehenden Listing! 😉
      Ich bleibe bei meiner, oben beschrieben Meinung, das der Mystery weg darf! 😛

      • Es wäre in diesem Fall aber der erste Owner, der sich mit seiner Aktion selbst Schaden zufügt. Für eine Löschung (in Worten: LÖSCHUNG) des Wegpunktes gab es für den Owner einfach keine Motivation (anders ist das bei nachträglichen Koordinatenänderungen, was hier aber nicht der Fall ist). Für mich ist das ein ziemlich deutliches Indiz dafür, dass da etwas anderes faul ist, als der Owner des Mystery.

        Gruß
        Gerald

    • @Gerald:

      Ahoi!

      Natürlich gebe ich Dir grundsätzlich Recht: „Im Zweifel für den Angeklagten.“

      Aber: damit könnte ja nun künftig jeder Cacheowner argumentieren, wenn es plötzlich einen Abstandskonflikt gibt. Im Sinne von „weiße mir noch nach, dass ich meine Wegpunkte löscht und verschoben habe.“

      Wenn es also soweit kommt, dass man eine Untersuchungskommission einsetzen muss, um solche Probleme lösen zu müssen, dann sage ich für mich, dass der Job und das Hobby für mich nichts mehr sind.

      Es bleibt beim Grundsatz: der Owner ist für das Cachelisting verantwortlich. Und wenn dort entscheidene Daten fehlen, muss sich der Owner erklären.

      Das Finanzamt wird sich beispielsweise auch bei fehlenden Eintragungen in der Steuererklärung damit begnügen, dass die Erklärung noch vollständig war, als Du sie abgeschickt hast. Insofern ist der Unschuldsgrundsatz nicht 1 zu 1 zu übertragen.

      Wir reden hier auch nicht von einer Verurteilung.

      • Eine Verurteilung ist es schon in dem Sinne, dass der Owner ggf. mit Archivierung „bestraft“ wird. Wenn es sich dann noch um einen Cache handelt, in den viel Arbeit und evtl. auch viel Geld gesteckt wurde, dann käme eine Archivierung wegen solch eines (möglicherweise unverschuldeten) Formfehlers einer Verurteilung gleich.

        Ich sehe auch immer noch einen Unterschied darin, ob eine Unstimmigkeit in einem Listing dem Owner einen Vorteil verschafft hat oder nicht. Ist das der Fall, dann ist natürlich Manipulation seitens des Owners eher anzunehmen. Ist das aber nicht der Fall (wie in diesem Beispiel), dann sollte man jede Entscheidung, auch wenn sie formal aus den Richtlinien folgt, lieber fünfmal überdenken.

        Viele Grüße
        Gerald

  31. Vielleicht sollte man sich die Absurdität dieses Vorfalls mal bildlich vorstellen. Da wendet man sich als Owner eines gut laufenden Caches ganz arglos an einen Reviewer, weil man ein Problem mit einem anderen Cache erkennt, und der hat nichts besseres zu tun, als den eigenen Cache disablen. Da darf man sich als Owner ja wohl mit Recht etwas verarscht vorkommen. Meine Einschätzung: Ganz klar falsche Reviewerentscheidung! Tut mir Leid, Kai.

    Viele Grüße
    Gerald

    • Ahoi!

      Deine Einschätzung teile ich nicht.

      Ich bin beeindruckt von den vielen unterschiedlichen Ansätzen zur Lösung und auch zur Meinungsvielfalt.

      Das verdeutlicht mir und hoffentlich auch Euch, dass man als Reviewer nie grundsätzlich die richtige Entscheidung treffen kann.

      Es gibt kein „falsch“ und kein „richtig“ – und das sollte bitte einmal verstanden werden.

      Fakt ist: der Cache ist der Form nicht regelkonform (aufgrund fehlender Final-WPs) und deswegen wird er bis zur Klärung deaktiviert. Alleine auch nur, damit kein anderer Reviewer durch Zufall – im Rahmen einer Abstandsprüfung beispielsweise – erneut tätig wird.

      Eine Deaktivierung ist keine Entscheidung, sondern eine Reaktion. Die Entscheidung steht ja noch aus.

  32. Lieber Kai,

    ich weiß nicht wie lange die Sendung im ZDF gedauert hat, bis ein Urteil ergangen ist…Es liegen jetzt 40 Kommentare vor.

    Mein Vorschlag, damit auch ich nicht immer abgelenkt bin:

    Warte noch bis morgen und treffe Deine Entscheidung.

    Wir können diesen Knopf für Dich nicht drücken.

  33. Fehler passieren hat. Dem Owner, dem Reviewer, der Datenbank… Wer weiß das schon so genau.
    Aus meiner Sicht ist das eine Sache zwischen dem Reviewer und den beiden Ownern. Vielleicht findet sich mal ein halbes Stündchen, um sich vor Ort zu treffen und das Problem zu lösen. Ein Interesse daran sollten alle Drei haben.
    Andererseits könnte man auch mal über die Sinnhaftigkeit der 161m-Regel nachdenken (da könnte man vielleicht mal glatte 100m draus machen, zumindest im zivilisierten bzw. metrischen Teil der Welt). Aber darauf haben wohl weder die Owner, noch der Reviewer Einfluß.
    Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann ist die aggressive Einmischung von Leuten, die mit der Sache gar nichts zu tun haben.

    Viele Grüße!
    Ray

    PS: Diesen Button sollte sich jeder Geocacher mal genau anschauen:
    http://www.dosenfischer.de/wp-content/uploads/2008/03/ddfmhiumr_180.jpg

  34. Die Abstandsregel wurde irgendwann mal willkürlich festgelegt. In Stadtgebieten mag sie zu eng sein, auf dem Land könnten die Abstände ruhig größer sein. Früher dachte ich, die Regel braucht es grundsätzlich nicht. Seit aber ein Powertrail nach dem anderen aus dem Boden schießt, hätte ich auch nichts dagegen, den Mindestabstand auf 500 Meter hoch zu setzen.

    Ihr Reviewer habt es in der Hand in solchen Fällen mal eine Ausnahme zu machen. Da dieser Fall auch ausgiebig dokumentiert wäre, kann man ihn wohl auch späer nicht als Präzendenzfall heranziehen.

    Eine Suche nach dem Schuldigen (Ob nun der Owner oder ein Reviewer die Finalkoords gelöscht hat oder Datenbankfehler vorliegt) ist typisch deutsche Kleingeisterei und wäre nicht weiter zielführend, da es einen endgültigen Beweis sowieso nicht geben kann.

    • Ich glaube kaum, dass es Kleingeisterei wäre, wenn ich als Owner eines bislang regelkonformen Caches Klärung verlangen würde, wenn dieser von einem Reviewer aus dem Verkehr gezogen wurde, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst bin.

      Viele Grüße
      Gerald

      • In diesem Fall schon, da sowieso nichts rauskommen kann dabei. Groundspeak wird nie und nimmer einen Datenbankfehler zugeben und kein Reviewer das Löschen eines WP. Dazu hat der Owner bereits erklärt, dass er es nicht war. Was wird da wohl am Ende rauskommen dabei? Dass sich der Gesetzgeber oder seine Executive einen Fehler eingesteht? Sicher nicht.

  35. Schade, dass man scheinbar nicht sehen kann, wer ein Listing wann und wie verändert hat. Das würde die Sache ungemein vereinfachen, allerdings würden die Hamster dann wohl durchdrehen 😉

    In diesem Sinne bin ich mal wieder froh, die Entscheidung nicht treffen zu müssen, eventuell würde ich schauen, ob der Owner des Tradis den Mystery gefunden hat und danach entscheiden, ob er hätte wissen müssen, dass da eigentlich was im Weg liegt. Vielleicht haben die beiden Owner sich auch abgesprochen und der Mystery-Owner hat den Wegpunkt für den Tradi gelöscht, weil der Ort ganz toll ist, er ihm noch einen Gefallen schuldet oder was auch immer…

    Ich möchte anmerken, dass ich keinen Schimmer habe, um welche Caches es geht, deshalb ist meine Meinung diesmal sogar halbwegs objektiv ;D

    Erstmal drücke ich die Daumen, dass sich das Postfach nicht viel weiter mit solchem Gedöns füllt und du dich bald wieder über eine leere Liste freuen kannst (wie vor ein paar Wochen).

    Viele Grüße aus Lübeck,
    Lisa

    • [quote]Vielleicht haben die beiden Owner sich auch abgesprochen und der Mystery-Owner hat den Wegpunkt für den Tradi gelöscht, weil der Ort ganz toll ist, er ihm noch einen Gefallen schuldet oder was auch immer… [/quote]
      Um den Tradiowner gleich anschließend beim Reviewer anzuschwärzen? Na das wär aber ne feine Freundschaft.

      Viele Grüße
      Gerald

  36. Echt plöde Situation 😉
    Was mich an unserer Community machmal stört, ist, das ohne Hintergrund dämliche Kommentare gepostet werden.
    Also ich würde eine gemeinsame Lösung vorziehen. Das heißt entweder eine Ausnahmegenehmigung für den Abstand oder beide disabeln und beide Owner bitten in kurzer Frist eine gemeinsame Lösung zu finden.
    Und vielen Dank an die Reviewer die (mehr oder weniger) gerne bereit sind zu kommunizieren und für mehr Transparenz zu sorgen

  37. Das kommt mir sehr bekannt vor. Kaum handelt man, melden sich zehn selbsternannte Hilfsreviewer, denen wichtige Informationen fehlen. Was sie aber nicht davon abhält, es selber besser zu wissen und das möglichst emotional in Logs zum Listing kundzutun.

    Folge: Owner und Reviewer geraten unter emotionalen Druck. Eine sachliche Klärung wird schwierig. Dazu noch die Zeitverschwendung, die Sache per Mail oder sonstwo erkären „zu müssen“. Dabei geht es doch nur Owner, Reviewer und vielleicht Groundspeak etwas an. Und diskutieren kann man besser im Forum.

    Zum konkreten Fall: Kai kann letztlich nicht prüfen, wie der Final-Wegpunkt verschwunden ist. Am wahrscheinlichsten ist die versehentliche Löschung durch den Owner. Falls die beiden Caches nicht extrem dicht beieinander liegen, würde ich als Reviewer gar nichts machen. D.h. der sich beschwerende Owner muss damit leben, dass ein anderer Cache in der Nähe seines Finals liegt. Es gibt schlimmeres. Zumal sich beide Owner ja auch zusammensetzen können um eine gemeinsame Lösung zu finden – z.B. jeder verschiebt seinen Cache um 20 Meter (in entgegengesetzte Richtung natürlich).

  38. Mal ganz allgemein:

    Wenn ich als Owner ein Interesse daran habe, daß keine andere Dose meiner Dose zu nahe kommt, dann prüfe ich regelmäßig meine Listings, z.B. im Rahmen der allgemeinen Cachewartung und Kontrolle der Logs.

    Und wenn da plötzlich ein Wegpunkt fehlt, trage ich den sofort ein.

    Aber letztendlich ist das sowieso völlig egal denn niemand kann verhindern, daß jemand neben das Final eines D=10/T=10-Ratehaken-Extrem-Multis eine 1/1-Irgendwascaching-Dose legt.

    • Ahoi!

      Die regelmäßige Überprüfung des Cachelistings auf „Vollständigkeit“ halte ich auch für sehr übertrieben.

      Auf die Idee würde auch ich nicht kommen.

      Formal bleibt aber nun einmal der Owner dafür verantwortlich – das lässt sich nun einmal nicht bestreiten.

  39. Im Zweifel für den Angeklagten, also musst du wohl oder übel eine Ausnahmeregel in diesem Fall schaffen. Dafür wurde Sie auch von GS installiert. Du unterstellst in deinen Äusserungen, ich lese es so heraus, dass du dem Owner des Mysterys nicht glaubst. Allerdings kannst du auch nicht beweisen, dass er den WP gelöscht hat. Fehler in Datenbanken können auftreten und jeder Fehler ist bis er zum ersten Mal auftritt unbekannt. Letztendlich scheint es ein Problem zu sein, dass GS Veränderungen am Listing nicht vermerkt, dafür einen Owner aufgrund einer Vermutung haftbar zu machen ist meines Erachtens nicht richtig. Der Fall hat sein gutes, er zeigt eine Schwachstelle auf, welche behoben werden kann und damit ist man für zukünftige Fälle gerüstet.

    • Ahoi!

      Nein, ich unterstelle nicht, dass der Owner den Wegpunkt (absichtlich) gelöscht hat.

      Ich halte es aber denkbar, dass es aus Versehen geschehen ist. Und das denke ich, weil ich bereits mit einigen Ownern zu tun hatte, die absichtlich nach dem Veröffentlichen die Wegpunkte gelöscht haben.

      Entweder weil Sie glaubten, die Wegpunkte würden nach der Veröffentlichung nicht mehr benötigt oder Sie wollten die Finalkoordinaten nach dem Veröffentlichen vor dem Reviewer verstecken; in der Angst, der Reviewer könnte etwa den Multi- oder den Mystery-Final suchen.

      Die Variante mit dem verlorenen Datenbanksatz halte ich für seeeeeeeeeeeeeeeeeehr unwahrscheinlich. Oder ist etwa schon einmal ein Cachelisting verschwunden? Oder ein Log? Mir ist kein Fall bekannt, wo etwas dergleiches passiert ist.

      • Beide Erklärungsvarianten greifen hier aber nicht, da es der Mysteryowner selbst war, der sich bei Dir gemeldet hat. Das funktioniert nur, wenn er davon ausgehen konnte, dass sein Mystery mit einem korrekten Wegpunkt ausgestattet war. Deshalb bleibe ich bis zum Beweis des Gegenteils bei der Erklärung Datenbankfehler, evtl. auch versehentliche Löschung durch den Owner.

        Viele Grüße
        Gerald

          • Ach so, na da bleibt wohl nur der Appell an die Vernunft der beiden Owner, sich irgendwie gütlich zu einigen, vielleicht mit der Maßgabe, dass doch derjenige „umziehen“ möge, bei dem es sich leichter bewerkstelligen lässt. Wenn das nicht funktioniert, dann müsstest Du formal betrachtet den Mystery archivieren. Das aber wird Dir, sollte es sich um einen bekannten und / oder beliebten Cache handeln, sicherlich einen gehörigen Shitstorm einbringen, zumal hier mit Sicherheit nicht von Vorsatz auszugehen ist, da sich der Mysteryowner mit der Löschung keine Vorteile, sondern nur Nachteile verschafft hätte. Bleibt Dir also eigentlich nur die Ausnahmeregelung, die ich persönlich bei Nichteinigung in diesem Fall für die beste Lösung halte. Aber damit schlachtest Du natürlich eine heilige Kuh. Keine leichte Entscheidung, aber Du wirst schon das richtige wählen. Und vielleicht geht dieser Kelch ja doch an Dir vorüber, wenn sich die beiden doch einigen.

            Viele Grüße
            Gerald

      • Zitat: „Oder ist etwa schon einmal ein Cachelisting verschwunden? Oder ein Log?“
        Naja, wenn ich dran denken, daß erst vor kurzen alle (!) Bilder und Avatare – wenn auch nur kurzzeitig – verschwunden waren, die auf dem GC-Server abgelegt waren und erst nach und nach wieder aufgetaucht sind, dann kann ich mir durchaus vorstellen, daß auch mal was verschwindet, was nicht jeder sieht – sprich Wegpunkte.
        Keine (und da spreche ich aus leidvoller Erfahrung) Datenbank ist vor Datenverlust geschützt. Und selbst, wenn sie regelmäßig gebackuped (gibt es das Wort?) wird, kann es beim zurückspielen trotzdem zu Problemen kommen…
        (just my 2 cents)

  40. Wie wäre es denn, einfach den Job – Ehrenamt ist nämlich etwas Anderes – an den Nagel zu hängen, wenn es doch so anstrengend ist?

    So schlimm kann es auch wieder nicht sein, wenn Zeit bleibt eine Seite mit fehlerhaften und veralteten Informationen zu unterhalten (gc-reviewer.de). Ebenso ist Zeit für ein Blog, Twitter und Facebook.

    Scheinbar geht es eben doch um das sich selbst beweihräuchern und gehuldigt werden. Wenn man sich tatsächlich für andere Menschen in einem Ehrenamt verdienen möchte, gibt es genug Möglichkeiten: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Malteser usw. suchen händeringend Freiwillige. Für deren Tätigkeiten braucht man aber eine fundierte Ausbidlung und muss auch mal seinen PC verlassen. Beides trifft auf die Tätigkeit als Reviewer nicht zu!

    • Ahoi!

      Statt hier mit halbgaren Informationen herumzutrollen: wo sind veraltete Informationen auf gc-reviewer.de? Unterstütze uns doch konstruktiv?

      BTW: ich muss zwar nicht rechtfertigen, möchte aber dennoch nicht versäumen mitzuteilen, dass ich 9 Jahre lang ehrenamtlich im Zivilschutz und auch im Rahmen der humanitären Hilfe im Ausland tätig war. Natürlich ist dem auch eine fundierte Ausbildung vorangegangen.

      Auch heute bin ich weiterhin ehrenamtlich in diesem Bereich tätig.

      Mit diesem Kommentar hast Du somit den falschen Adressaten erwischt.

      • Ahoi!

        Diese neuen Medien lassen einem manchmal nur sehr schwer eine Wahl. Kreti und Pleti können ihre unqualifizierten Beträge absondern, wie sie grad lustig sind und eine unbekannte Zahl Dritter kann oder muss das unmittelbar lesen. Gerade wenn man so in der Cyber-Öffentlichkeit von zumeist Unbekannten persönlich mit Schmutz beworfen wird, ist es schwierig, richtig zu reagieren. Dennoch: auch Du, lieber Kai, musst ncht über solche Stöckchen springen!!! Alle reflektierten Leute hier werden den Quatsch schon einzuordnen wissen… 😛

        Weitermachen! 😉

  41. @Trracer: Wie machst Du es nur, dass Du immer genau für das, was ich aussagen will, die absolut treffendsten Worte findest ;-).

    @Eigengott: Irgendwie inkonsequent. Einerseits tritt Kai mit seinem Blogbeitrag an die Öffentlichkeit, andererseits sollen wir uns aber mit unserer eigenen Meinung gefälligst zurückhalten, weil uns das ganze ja eigentlich nichts angeht. Hä, gehts noch? Und ja, es berührt mich sehr wohl emotional, weil es mich im Prinzip genauso treffen könnte und ich den Owner des Mystery definitiv ungerecht behandelt sehe.

    Viele Grüße
    Gerald

  42. Mir kommen gleich die Tränen wegen des „emotionalen Drucks“, dem die Reviewer ausgesetzt sind, wegen des „frechen Untertons“ der User und wegen der unglaublich knappen Zeit, die Störtebreker noch fürs Reviewen hat.

    Wenn der Posteingang und die Warteschlange voll sind, dann gibt es in Deutschland offensichtlich immer noch zu wenige Reviewer. Und diese wenigen haben natürlich keine Zeit fürs Reviewen, weil sie ja bloggen und twittern müssen. In der Zeit, die man für diesen Blogartikel aufwenden musste, hätte man sicherlich 20 Caches freischalten können.

    Und es verwundert auch kaum, dass es wieder mal Leute gibt, die ganz tolle Vorschläge zur „Pflege“ des Cachelistings haben. Die Aufforderung, man müsse regelmäßig die Wegpunkte seiner Caches überprüfen, ist völlig praxisfremd. Niemand prüft regelmäßig die Wegpunkte zu einem uralten Mystery, der seit langer Zeit problemlos läuft.

    • Auch wenn ich wenig Zeit habe, möchte ich doch das tun, was mir gerade wichtig ist. Und in diesem Fall war es wohl so, dass Stoertebreker irgendwo seinen Frust loswerden musste, was ja verständlich ist. Danach kann man oft wieder mit mehr Power an die anderen Arbeiten gehen. Oft kommen einem ja beim Reden oder Schreiben über ein Problem Lösungen in den Sinn, auf die man sonst nicht gekommen wäre. Oder es kommt ein Vorschlag aus der Community, der aufgegriffen werden könnte und auf den man selber nicht gekommen wäre.
      Aber in einem muss ich dir Recht geben: die Wegpunkte in unseren Caches habe ich nach dem Publish auch nie mehr überprüft. Ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass das irgendjemand macht.

    • @Albert:

      Ahoi!

      Natürlich hätte ich in dieser Zeit 20 – vielleicht sogar 30 oder 40 Caches freigeschaltet. (Mal abgesehen davon, dass ich diesen Artikel während einer Fahrt im ÖPNV geschrieben habe.)

      Aber glücklicherweise kann und darf ich immer noch selbst bestimmen, WIE ich meine Freizeit gestalte.

  43. Pingback: Abstand halten | Geocaching, oder die Suche nach der Tupperdose

  44. Pingback: Multiplikator: bitte Abstand halten | BueTriDo's GC-Blog

  45. Moin moin,
    Manchmal frage ich mich schon, warum es überhaupt noch Reviewer gibt, die sich mit Abstands Problemen beschäftigen müssen.
    Die Anzahl der Geocaches explodieren,und natürlich ist der Frust auf beiden Seiten hoch, wenn es nicht funzt.
    Nicht das ich falsch verstanden werde,aber Abstandsprobleme kann man mit Sicherheit heutzutage Programm technisch lösen.
    Wenn ich als Owner also einen Tradi hochlade,bekomme ich sofort und nicht erst nach ein paar Tagen die entsprechende Fehlermeldung.
    Als Fragezeichen Muffel kann ich zu diesen Thema nur sagen, akzeptiere beide und drück mal ein Auge zu.

    • BTW

      Ich bin auch ein Freund technischer Unterstützung, wenn wir glücklicherweise schon keine listings handgeschrieben per Post zustellen müssen 🙂

      Meine sehr konkreten Vorschläge

      Anlegen listing Möglichkeit 1 (für Leute, die nicht in der Karte schauen können):

      Meldung: Die von Dir eingegebenen Koordinaten würden Abstandsprobleme mit einem Tradi-cache verursachen. Das Listing kann nicht angelegt werden. Du kannst selbst eine Prüfung vornehmen.

      Button zurück oder listing speichern

      Anlegen listing Möglichkeit 2 (mehr als ein Tradi-Konflikt)

      Meldung: Die von Dir eingegebenen Koordinaten würden Abstandsprobleme mit Koordinaten anderer caches (Tradi, Mystery, Wegpunkte Multi etc.) verursachen.

      Die aktiven bzw. betroffenen caches werden Dir vom reviewer per reviewer note genannt.

      Button weiter oder Speichern

      Ich habe bisher nicht verstanden, warum GC dort nicht ansetzt (um auch reviewer zu entlasten). Aber evtl. gibt es Gründe…

  46. Auf jedem Schiff das dampft und segelt, ist einer der die Sache regelt. – Bei Groundspeak sind das die Reviewer und sonst niemand.

    Wenn ein Reviewer der Auffassung ist, ein Cache ist nicht koscher, dann hat er die Pflicht einzuschreiten und das geht nun mal am schnellsten, indem ein Cache deaktiviert oder sogar archiviert wird. Na und? Wo ist das Problem? Er hat ja schließlich auch die Möglichkeit den Cache wieder zu aktivieren oder aus dem Archiv zu holen, wenn alles in Ordnung gebracht ist. Im konkreten Fall hätte der Tradi auch deaktiviert gehört, dann hätte dort eine Gleichbehandlung stattgefunden.

    Wenn das im konkreten Fall dazu führt, dass beide Owner beleidigt ihre Caches bei Groundspeak schließen, dann ist das eben so. Es ist ja nicht gerade so, als würde zur Zeit ein Mangel an suchbaren Dosen herrschen.

    Aber die Caches erstmal offen zu lassen und bei grünem Tee in einer therapeutischen Strickrunde auszudiskutieren welcher Cache denn nun bleiben darf oder nicht, das funktioniert auf Dauer nicht. Dann kommen die Reviewer sehr schnell aus dem Stricken nicht mehr raus und damit ist auch keinem geholfen. Die Zahl der Konfliktfälle steigt mit jeder Ausnahme nur noch mehr an und dann wird erst recht „willkürlich“ gehandelt, da klare Regeln nicht mehr erkennbar sind. IMHO sind die Regeln bei Groundspeak klar und eindeutig – die Spielräume, die es früher gab, sind inzwischen beseitigt (vielleicht auch nicht immer im Interesse eines Teils der Community). Dennoch wird immer wieder versucht irgendwas in die Regeln hineinzuinterpretieren, was dort nicht steht und von Seattle auch schon häufig genug klar gestellt wurde. Die Abstandsregel ist so ziemlich eine der ältesten Regeln, jeder dürfte sie kennen. Wegen der Probleme in Folge der zunehmenden Cachedichte wurde die Pflicht zur Hinterlegung der Koords für Stages und Finals bei Multis und Ratehaken eingeführt. Das ist ja auch inzwischen schon eine Weile her und es dürfte sich auch herumgesprochen haben. Wenn man sich regelmäßig mal seine Caches anschaut (Dose+Listing), dann fällt einem eigentlich schon auf, wenn irgendwas nicht stimmt (z. B. Wegpunkte fehlen). Dann muss man eben sehen, warum das so ist und das beheben. Wenn mich ein Reviewer darauf aufmerksam machen würde, wäre ich dankbar (die Zahl meiner Dosen ist schon ein wenig unübersichtlich). Ein paar Tage Deaktivierung bei einem Cache bricht einem nun wirklich keinen Zacken aus der Krone und wenn ein Reviewer mal der Meinung ist, dass eine meiner Dosen ins Archiv gehört? So what? Kein Problem – es kommen auch auf andere Art viele Dosen weg – da kann ich auch keinem die Schuld in die Schuhe schieben, außer vielleicht mir selbst. Genauso ist es, wenn ich gegen Regeln verstoße, dann bin ich auch selbst dran schuld, wenn ich gemaßregelt werde – egal ob im Straßenverkehr oder beim Cachen. Die Politesse, die mich beim Falschparken erwischt, kann nichts dafür, dass ich falsch geparkt habe – dafür bin ich ganz alleine verantwortlich.

    Beim Fußball stehen auch immer 22 auf dem Platz und spielen mit einem Ball auf 2 Tore. Käme ein Spieler auf die Idee noch zwei Kumpels, einen weiteren Ball und noch ein Tor mitzubringen, wird er auch vom Schiri des Platzes verwiesen.

    Wer mit den Groundspeakregeln nicht leben mag, hat die Möglichkeit auf andere Plattformen oder andere Hobbies auszuweichen.

    Danke an alle Reviewer für ihre Arbeit und wegen mir: immer feste archiviert! Das gibt Platz für Neues.

  47. Sehe ich das richtig, dass die meisten nur den Fehler beim Owner des Myst sehen?
    Ich sehe auch ein kleinwenig die Schuld beim Owner des neuen Tradis!
    Die Reviewer haben doch immer wieder gesagt, dass man die Caches in der Umgebung gefunden haben soll, bevor man ein neues Listing einreicht um Abstandskonflikte zu verhindern. „Die Owner sind dafür zuständig, dass die Abstände eigehalten werden.“ So, oder so ähnlich hört man es immer wieder von diversen Reviewern. Evtl. muss man dann auch die Mysts lösen. Der Tradi-Owner hätte also durchaus selbst bemerken können, dass da ein Abstandkonflikt besteht und das Listing erst gar nicht einreichen.
    Wenn man also als Reviewer seinen eigenen Worten glauben schenken will, dann muss das denke ich bei der Entscheidung auch hier berücksichtig werden.

    Auf der anderen Seite dürfen bei einem ? die Final-Koordinaten natürlich nicht fehlen. Aber ist in dem Fehlen direkt ein Fehlverhalten des Owners zu folgern? Das sehe ich nicht unbedingt so.

    Ich sehe also sowohl Probleme bei dem einen, wie bei dem anderen Owner/Cache:

    Ich würde prüfen, ob eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen werden kann!
    Wenn ja: Beide Caches bestehen lassen. (-> Ausnahme)
    Wenn nein: Tradi archivieren (->Recht des Älteren)

    Letzteres wäre für den Tradi-Owner mit Sicherheit ärgerlich, aber das wäre es bei einer anderen Entscheidung auch für den Myst-Owner!

    Just My2cent!

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