Owner an Reviewer: warum dauert es so lange?

Mein Postfach ist voll und die Hälfte der E-Mails sind Nachfragen zum Review-Status. Ich würde gerne sofort antworten, doch ich schaffe es nicht. Warum dauert es im Moment so lange?

Es ist Geocaching-Saison und die Review-Warteschlange füllt sich – zeitweise sogar schneller als ich gucken kann. Nun ist es nicht so, dass ich vor der großen Anzahl der zu bearbeitenden Caches zurückschrecke, eher im Gegenteil. Gefühlt würde ich sogar sagen, dass die Anzahl der Geocaches in diesem Frühjahr nicht größer ist, als das Jahr zuvor. Aber dennoch ist etwas anders!

Fehler! Die Geocache-Listings enthalten massenhaft Fehler. Ich habe mir gestern die Freude gemacht und die aktuelle Situation genau betrachtet. Maximal 20 Prozent der derzeit in der Warteschlange zum Review gegebenen Cachelistings schaffen direkt den Sprung in die Freiheit. Der Rest dreht mindestens eine Ehrenrunde oder wird nach langen Diskussionen wegen Abstandskonflikt & Co vom Owner ins Archiv geschickt.

Nun muss man bedenken, dass jeder Cache, der eine Ehrenrunde macht, mindestens den gleichen Zeitaufwand erfordert, wie ein neu angemeldeter Cache. Ich glaube sogar mehr, denn meist beginnen nach der ersten Ehrenrunde die Diskussionen mit den Ownern.

Und zwischen den Diskussionen mit den Ownern finden sich im E-Mail-Postfach unzählige Anfragen zum Review-Status – natürlich hauptsächlich von Caches, die bereits eine Ehrenrunde gedreht haben. Die Owner werden ungeduldig, wenn ich nach der x-ten Ehrenrunde nicht innerhalb von 30 Minuten antworte.

Nun ist das Problem, dass ich neben diesem Piratenjob noch eine anderen „Nebenjob“ habe, mit dem ich meine Brötchen verdiene. Ach ja und die Piratenfamilie ist ja auch noch da. Insofern kann ich nicht verstehen, warum jemand, der mir werktags morgens um 8 Uhr eine Nachfrage schreibt, diese um 11 Uhr und 11:30 Uhr wiederholt! Ich bin dann nicht an Deck!

Gut, ich will nicht klagen – das ist mein Problem. Aber worauf ich hinaus will:

Lieber Cacheowner, der auf einen Review wartet:
nutze die Zeit und nimm Dir die Zeit, das Cachelisting noch einmal durchzuschauen.

Der Trend der aktuell am häufigsten gemachten Fehler:

  • Größenangabe vergessen (auch ein Nano ist ein Micro und wenn Du „Other“ benutzt, erläutere bitte warum)
  • Abstandskonflikte zwischen Tradis (ich reagiere darauf meist mit einem verzweifelten Grunzen, bitte nutzt z.B. Google Earth am Rechner oder das GPS-Gerät im Feld um Abstände zu messen!)
  • Abstandskonflikte zwischen eigenen Caches (darauf reagiere ich meist mit Grunzen und Kopfschütteln)
  • zusätzliche Wegpunkte (Multi- und Unknown- / Mystery- / Puzzle-Caches haben immer zusätzliche Wegpunkte, mindestens aber einen: den Final!)
  • Attribute (sind zwar keine Forderung, machen die Sache aber deutlich einfacher!)
  • falsch angegebenes Bundesland

Und wer jetzt nach diesen sechs Punkten meint, es seien Newbie-Fehler: nein, dem ist leider nicht so – die meisten Fehler werden derzeit von erfahrenen Geocachern gemacht, die offenbar bei der Eingabe des Cachelistings unaufmerksam waren (und gerne auch bei einer Cacheserie aus 30 Listings den gleichen Fehler machen).

Wenn ich sage, dass ich wir davon alle profitieren, dann meine ich das tatsächlich so. Wir alle könnten mehr Freizeit genießen, wenn die Cachelistings bei der ersten Durchsicht schon fehlerfrei wären.

Und vielleicht schaffe ich auch mal wieder einen Hattrick: drei Caches in einer Reihe freizuschalten. Mich würde das freuen!

19 Gedanken zu „Owner an Reviewer: warum dauert es so lange?

  1. Hallöchen.
    Diesbezüglich sollten wirklich mal einige beim Erstellen der Listings in sich gehen und gründlicher arbeiten.
    Desweiteren gibt es wirklich noch ein Leben NEBEN dem GeoCaching was so manch einer zu vergessen scheint, hiermit bekommt man ja schon als Owner öfters zu tun.
    Bezüglich Hattrick: ich könnte ja meine kleine Serie noch ein wenig erweitern extra für Dich 😉
    Ich danke Dir jedenfalls für den Einsatz und die Zeit welche du in unser schönes Hobby investierst!

  2. Du tust mit leid.
    Ich habe den größten Respekt vor eurer Ehrenamtlichen Arbeit.
    Vielen Dank das Du / Ihr soviel von eurer Freizeit für mein Hobby opfert.
    Gruß SoliT

  3. Und es wird noch schlimmer werden. Die Cachedichte wird imemr höher und es kommen immer mehr neue Cacher dazu. Da wird die Arbeit noch mehr werden.
    Vorstellen was ihr so bekommt kann man sich, denn was da so in den Listings teilweise steht, da gruselt es einen. Auch wie gut solch manch ein Cache eingemessen ist.
    Aber ohne euch Reviewer wird ein System eher nicht funktionieren, siehe die aktuellen Verbote, etc.
    Kann man nur hoffen, dass ihr vielleicht etwas mehr Unterstützung bekommt, sei es in Form von korrekten Listings, weniger Mogelei beim angeben von Stages, vielleicht die einsicht ein guter Cache ist besser wie 10 schlechte, technische oder personelle Unterstützung von/durch GS

  4. Moin Moin!
    Ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Irgendwie trifft der ja auch auf uns Cacher… zumindest fallen mir lieblose, schnell gemachte Listings immer mehr auf. Nachdem ich vor Ort war wird mir dann auch noch klar, dass meist auch noch T/D, Größe und/oder Koordinaten falsch bzw. schlecht sind – mal ganz abgesehen vom lieblosen Einzeilerlisting.
    Ich habe mal eine Frage zum Reviewprozess: Bekommt ihr Reviewer eigentlich angezeigt, wenn sich eine Station / ein anderer Cache im 160m Radius befinden, oder müsst ihr das von Hand rausfinden? Ich verstehe nämlich irgendwie nicht, dass einige Caches, die rauskommen, deutlich im Radius anderer Dosen liegen, euch das aber andererseits auch oft auffällt.
    Meinerseits kann ich nur sagen, dass ich auch zufrieden wäre, wenn das Review länger als 2-3 Tage dauert, wenn wir dafür keine Caches mehr hätten, die immer noch Fehler enthalten, indem sie den Abstand nicht erfüllen oder die Guidelines nicht einhalten. Dies soll keinesfalls ein Vorwurf für dich bzw. euch als Reviewer und eurer Arbeit sein, sondern der Appell: Habt ein dickes Fell und lasst euch Zeit. Gut Ding will schließlich Weile haben 🙂
    Viele Grüße!

    • Als Reviewer bekommt man Abstandskonflikte angezeigt – aber nur wenn die betroffenen anderen Caches auch sauber gepflegt sind und nicht absichtlich geschummelt wurde. d.h. auch verlegen von Statrionen muss mit Koordinatenangabe geschehen damit wir spätere Abstandskonflikte von neuen Caches finden können.

      • Wieso bietet das Groundspeak nicht auch gleich beim Einstellen an?? Man muss bei Multis und Mysteries weder die Koordinaten bekannt geben, nicht mal den Namen des Caches, noch muss man eine zweite Datenbankabfrage machen, denn man kann ja die verwenden, die der Reviewer auch machen würde, ggf. mit entsprechenden Kürzungen bei der Ausgabe. WENN es ein Abstandsproblem gibt, wird das dem Owner ja ohnehin vom Reviewer mitgeteilt, er muss ja irgendwie begründen, warum er den Cache nicht freischaltet. Also warum nicht gleich beim Einstellen eine Meldung ausgeben: „Abstandsproblem zu Multi-Stage, etwa 30m westlich“ oder so was oder für die ganz Doofen „Anstandproblem zu GCxxxx“.

        Auch das Problem „fehlende zusätzliche Wegpunkte“ könnte man gleich beim Einstellen abhaken.

        • Das wird nicht funktionieren da dann ganz findig Leute dies nutzen würden um WPs anderer Caches einzugrenzen und so auch auf dem direkten Weg zum Ziel kommen würden.

          • Man brauch ja nicht hinschreiben z.b. Problem mit WP1 von GC0815 30m West sondern Problem mir GC0815.
            Dann kannst du dich immer noch dumm und dusselig suchen und findest den WP nicht!

            Olddeath

          • „Es besteht ein Abstandskonflikt mit einem anderen Cache“ würde schon genügen. Damit ist alles gesagt, was der Owner wissen muß.

  5. Schön, mal von der Seite einen Einblick in das Leben eines Reviewers zu bekommen. Ich kann nachvollziehen, das es wahrscheinlich Tage gibt, wo es bei dir zu Dauergrunzern kommt…..XD
    Ihr habt meinen vollen Respekt für die ehrenamtliche Arbeit, die ihr leistet- und ich sehe es genauso wie FerrariGirlNr.1- weniger ist mehr! Lieber ein tolles Listing, ein durchdachter Cache und ein wenig Warten auf die Veröffentlichung, als ständig neue „in die Wildnis geworfene Polyetyhlensäulen“….in diesem Sinne- danke, dass ihr eure Zeit für uns Owner opfert!!! Muss ja mal gesagt werden….
    …ähm, wie lange dauert eigentlich die Veröffentlichung meines eingereichten Caches noch….? XD #autsch #duckundwech…. Kleiner Scherz, gelle? 🙂

  6. AArrr Arr…Danke für die Zeit und Geduld die du (und alle anderen Reviewer) aufopferst…. ich bin wohl eienr der wenigen die kaum Probleme beim publishen hatten, wenn ich das so lese… naja ausser einmal …mein erster multi…die gute alte Start=Station1 Sache… und selbst da hat der gute alte Pirat nachdem ich Nachts einen Tag (bzw Minuten) vor Halloween schnell noch eine Station dazu gelegt hatte…kurz nachdem ich alles geändert hatte auch ncoh den publish eingeleitet…!! Danke…

    Hochachtungsvoll mit einem Aaarrr auf dem Lippen
    und ner Buddel Rum in der Hand…
    Sebi Neumi

  7. Auch ich habe größten Respekt vor der Arbeit der Reviewer & bin Euch dafür sehr dankbar.

    Allerdings steht in der Mail, die automatisch von Groundspeak rausgeht so bald man einen Cache freischalten will eben dass dieser in ca. 3 Tagen bearbeitet sei. Und ich denke, das macht viele dann nervös, wenn nach einer starken Woche noch keine weitere Rückmeldung kommt.

    Vielleicht könnte GS ja den entsprechenden Text ändern, zumindest für die „Hochsaison“ 🙂

    • Das würde einigen immer noch nicht schnell genug gehen. Es gibt einige Kandidaten, die gern sofort nach dem Einreichen eine Freischaltung erwarten, bzw. innerhalb von 24h

  8. Wenn ihr Reviewer schon so viele neue Caches abweist, weil die Listings nicht den einfachsten Grundsätzen genügen, dann wundere ich mich, was hier teilweise immer wieder noch freigeschaltet wird! Z.B. gibt es hier einige Caches von Newsbies, deren Listings weniger als 10 Worte enthalten (a la „Ich wollte mal eine Dose verstecken!“) und dann noch von mehreren Rechtschreibfehler strotzen. Da ärgere ich mich schon, denn wenn solche Caches als Vorbild für wieder neue Cacher herhalten, dann Prost Mahlzeit… Ich war wirklich kurz davor, das selbst in die Hand zu nehmen und die Dinger zu „muggeln“, denn auch auf meine Bitte an die Owner doch durch liebevolle Listings den Spaß am Cachen zu erhalten, gab es keinerlei Reaktion.

  9. Auch ich bin bei meinem jüngst eingereichten Cache in die oben beschriebenen Fallen 4 (zusätzliche Wegpunkte) und 6 (falsch angegebenes Bundesland) getappt. Verständlich und richtig, daß der Reviewer das moniert, ägerlich aber trotzdem wenn sich die Veröffentlicung dadurch verzögert. Das Bundesland wurde dabei von der GC automatisch so gesetzt, mir war das gar nicht aufgefallen – wurd wohl stillschweigend aus den Home-Koords übernommen. Auch die fehlenden Wegpunkte (hier: Final für einen Mysterie) hat die Webseite nicht angemeckert. Ich denke, beide Punkte könnten und müßten softwareseitig abgefangen werden damit sich die Reviewer auf die wesentlichen, nicht automatisch prüfbaren Sachen beschränken können. Der Druck auf GC muß hierbei aber von den Reviewern kommen sonst wird sich daran sicher nichts ändern. An dieser Stelle aber vielen Dank an eure freiwillge, teils sicher schwierige Tätigkeit, ohne die wir alle unser Hobby nicht so betreiben könnten!

  10. Ich ziehe auch meine Hut vor Eurer Arbeit!
    Allerdings musste ich auch gerade etwas schmunzeln – ich würde Dich schon gerne mal vor einem konsequent fehlerhaften Powertrail beim Dauergrunzen beobachten.
    Schon die Vorstellung ist ein Highlight am heutigen sommerhaften Freitag – ich glaube es steht jetzt hitzefrei an!

    Geniess das Wochenende – und nicht unterkriegen lassen.
    Techl

  11. Hallo,
    bisher konnten wir uns nicht beklagen, alles was wir eingereicht hatten Gong problemlos durch.
    Vielen Dank für eure Mühen.
    LG senden das Gifmik-Team

  12. Wahre Worte! Man sollte die Owner respektieren und nicht „anmaulen“! Manche sind beim verfassen des Listings unkonzentriert und machen Fehler, die dem Owner die Zeit für neue Caches nimmt…

  13. Hut ab, vor Deiner ehrenamtlichen Arbeit! Um die Arbeit der Reviewer grundsätzlich zu erleichtern, sollten diesen schwachsinnigen Cacheserien > 10 Dosen endlich mal abgeschafft werden. Kann sich doch jeder am A….h abfingern, dass da nur gemogelt wird beim Loggen. Wer läuft oder fährt z.B. 200 Dosen ab??? Nur für Statistikgeilheit einen Reviewer mit Arbeit zuzumüllen, ist schon eine Frechheit.

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